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Ahnenforschung, in früheren Jahren ein Privileg des Adels, ist heute mehr denn
je ein Anliegen vieler Bürger, die das Bedürfnis haben, zu erfahren, wo ihre
Wurzeln zu finden sind. Unsere Heimat besteht eben nicht nur aus Baudenkmälern
und die Geschichte wurde nicht nur von den Landesherren oder dem „Dorfadel“
gestaltet. Das Dorfgeschehen wurde im Wesentlichen geprägt durch die vielen im
Laufe der Jahrhunderte in der Gemeinde lebenden Menschen, durch Generationen von
Bürgern, Winzern, Bauern, Arbeitern, Handwerkern und Kaufleuten. In diesem Sinne
verbinde ich die Hoffnung, möglichst viele Bürgerinnen, Bürger und Familien, vor
allem auch viele ehemalige Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, zu Nachforschungen
über die eigenen Wurzeln und zum Nachdenken über die eigene Geschichte
anzuregen.
Da die Trauungen der Jahre 1707 bis 1726 und 1760 bis 1798 fehlen, habe ich
zunächst versucht aus den Daten der Taufregister ein Familienregister zu
erstellen. An Hand der Patenschaften konnte ich in den meisten Fällen die Eltern
der Brautleute ermitteln. Absolute Sicherheit gibt es für diese fehlende Zeit
nicht, sondern nur eine große Wahrscheinlichkeit, ich bitte das bei eigenen
Forschungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls zu dokumentieren. Von 1875 bis
1900 habe ich die Daten der ehemaligen Personenstandsbücher der Gemeinde
Rheinbrohl erfasst und ausgewertet. Ab diesem Zeitpunkt sind auch andere hier
auftretende Konfessionen (Protestanten, Juden, Orthodoxe und Kalvinisten)
erfasst und ausgewertet. Als weitere Sekundärquellen sind hier genannt die Akten
von Rheinbrohl (VG Hönningen, früher Bürgermeisterei Leutesdorf) im
Landeshauptarchiv Koblenz und die Kirchenund Familienbücher der
Nachbarpfarreien, das Archiv der Verbandgemeinde Bad Hönningen und verschiedene
Ortschroniken. Eine genaue Aufstellung aller genutzten Quellen findet man im
Anhang dieses Buches. aus dem Vorwort des Autors
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