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[...] der Kindelsberg, als auffälligstem Gipfel im Siegerland. Die Gemeinden
westlich dieses Berges entlang des von Nord nach Süd laufenden Bachs Littfe
bildeten in früheren Zeiten das Kirchspiel Krombach. Heute gehören sie sämtlich
zur Stadt Kreuztal. Diese wurde im Zuge der Gebietsreform im Wesentlichen aus
den Gemeinden der Kirchspiele Krombach und Ferndorf als ehemaligem Amt
Krombach-Ferndorf gebildet.
Das Kirchspiel war wie das Siegerland überhaupt über die Jahrhunderte durch die
drei Faktoren Landwirtschaft, Bergbau und Handwerk insb. die Eisenverarbeitung
geprägt. Im Norden herrschte der Einfluss der Landwirtschaft und des adligen
Sitzes Burgholdinghausen vor. Littfeld war einer der größten Orte des
Siegerlandes und durch den (Eisenerz-)Bergbau geprägt. Krombach als
administratives Zentrum und Kirchspielort sowie Eichen wurden durch das Handwerk
geprägt.
Die hier ausgewerteten Kirchenbücher gehören zu den ältesten Deutschlands. Meist
beginnen solche Bücher in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, da viele ältere
zerstört wurden. Die Zeiten waren sehr bewegt. Im Jahr 1599 brach die Pest im
Siegerland aus und der Pfarrer musste viele Beerdigungen im Kirchenbuch
vermerken, was sich später 1626/1635 wiederholte. Nicht minder einschneidend
waren die gleichzeitigen Religionswirren mit Rekatholisierungsversuchen durch
die katholische Linie des Fürstenhauses Nassau-Siegen. Dies und das
Nebeneinander beider Konfessionen im Kirchspiel durch die Besitzer des Gutes
Holdinghausen wird auch in den Kirchenbüchern deutlich. Auch lassen sich etliche
Truppendurchzüge auch ausländischer Truppen in den Kirchenbüchern
nachvollziehen.
Als Persönlichkeiten ragen der Pfarrer Johann Gottsleben und der Bergmeister
Johann Heinrich Jung hervor. Der eine als bedeutender Theologe seiner Zeit, der
andere als einer der Vordenker des modernen Bergbaus und Onkel des über das
Siegerland hinaus bekannten Augenarztes, Schriftstellers und Goethe-Freundes
Jung-Stilling. [...]
aus dem Vorwort der Autoren
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