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...Unter diesen Aspekten entstand auch das vorliegende
Familienbuch, das eine Rekonstruktion der vor 1900 in Bruttig und Fankel
lebenden Bevölkerung beinhaltet. Für die Ausarbeitung wurden die Bruttiger
Kirchenbücher umfassend bearbeitet. Außerdem fanden die Bestände des
Landeshauptarchivs Koblenz, des Bistumsarchivs und des Stadtarchivs Trier
Berücksichtigung. Diese Akten und Urkunden sollen den interessierten Leser dazu
anregen, weitere noch ungesehene Quellen zu entdecken und für die Forschung
nutzbar zu machen.
Bruttig-Fankel, heute eine Gemeinde von gut 1200 Einwohnern, kann auf eine
bewegte Geschichte zurückblicken: Vom Hohen Mittelalter bis zur Eroberung der
linksrheinischen Gebiete durch die Franzosen (1794) stritten sich zahlreiche
geistliche und weltliche Fürsten um das Patronatsrecht über die Pfarrei und um
die Zehnteinkünfte an Wein und Feldfrüchten. Politisch gehörte der Ort zwar zum
Kurfürstentum Trier, aber bis 1667 lief mitten durch die Gemeinde die Grenze
zwischen den kurtrierischen Ämtern Cochem und Baldeneck. Außerdem hatte Kurtrier
zwei mächtige Gegenspieler, die die Vogteirechte in Bruttig und Fankel besaßen
(Graf v. Sponheim und Herr v. Braunsberg). Kurz vor Ende des Alten Reiches war
Bruttig-Fankel schon eine ansehnliche Gemeinde: 1787 wurden in Bruttig 696 ha
Gemarkung und 353 Einwohner gezählt, in Fankel 746 ha Land und 256 Einwohner (Fabricius,
Gesch. Atlas d. Rheinprov. / Bände 2 und 5). Eine kurze Chronik, worin die
Geschichte der Pfarrei gewürdigt wird, geht dem Familienteil voraus und soll das
Buch sinnvoll ergänzen... [aus dem Vorwort der Autoren]
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