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Das vorliegende Buch ist ein Versuch zur Darstellung der
Einwohnerschaft in den Dörfern Ober- und Niederwiesa im Zeitraum zwischen 1515
und 1800.
Ausgangspunkt bildet die Auswertung der ab 1618 erhaltenen Kirchenbücher, die
allerdings bei den Trauungen erst 1667 einsetzen und vor 1650 durch die
Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges bedingte Lücken aufweisen. Ergänzungen
ergaben bei Eheschließungen die Kirchenbücher benachbarter Kirchorte.
Eine weitere wichtige Quelle sind die ab 1513 weitgehend lückenlos geführten
Gerichtshandelsbücher, die Grundstücks- und Gebäudekäufe dokumentieren. Dabei
werden alle vom Verkauf betroffenen Personen, im Erbfall auch die Besitzlosen,
namentlich genannt. So lassen sich Familien weitgehend rekonstruieren, wobei
allerdings die bereits ohne Nachkommen verstorbenen Abkömmlinge des Erblassers
und die verstorbenen Ehefrauen fehlen. Hausgenossen und ihre Familien sowie
andere Besitzlose, wie zum Beispiel das aus anderen Orten angeworbene
Dienstpersonal der Bauern, lassen sich dabei nicht ermitteln.
Da frühe Steuerlisten und Kirchenrechnungen auch nur Angaben über Einwohner mit
Grundbesitz liefern, wurde auf ihre Auswertung verzichtet. Erst die
Personensteuerregister ab 1766 lassen eine differenzierte Beurteilung zu.
Weitere, im Verzeichnis ausgewiesene Quellen wurden bei genealogischen
Untersuchungen zur Familie des Verfassers erschlossen. Sie liefern meist nur
ergänzende Angaben zu einzelnen Personen.
Aus den genannten Gründen kann die nachfolgende Darstellung den Anspruch der
Dokumentation der gesamten Einwohnerschaft der beiden Orte nur bedingt erfüllen.
Dies betrifft insbesondere den vor Einsetzen der Kirchenbücher liegenden
Zeitraum. Sie dürfte dennoch dem Genealogen und Ortshistoriker eine wertvolle
Quelle sein.
Der große Umfang der gewonnenen Angaben wird nicht ohne Fehler und Lücken
geblieben sein. Für Hinweise, Berichtigungen und Ergänzungen unter Nennung der
Quellen ist der Verfasser dankbar.
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