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Heute mag Hammerstein eine
kleine Gemeinde sein, aber der Ort kann auf eine bewegte und ruhmreiche
Geschichte zurückblicken: Die Festung auf dem vorspringenden Felssporn ist eine
der ältesten rheinischen Burgen ihrer Art. Schon im 10. und 11. Jh. war diese
Reichsburg (so genannt bis 1374) nicht nur für die Region, sondern für die
Politik des gesamten Deutschen Reiches von Bedeutung. Im 14. Jahrhundert besaß
Hammerstein sogar Stadtrechte. Daneben war der Hammersteiner Rheinzoll eine
einträgliche Geldquelle. Weitere Zeugnisse für die einstige herausragende
Stellung sind die romanische Basilika St. Georg (12. Jahrhundert) und deren
Glocken, die im 11. Jh. gegossen wurden und zum ältesten Geläut des Mittelrheins
zählen. Eine kurze Chronik, worin die mittelalterliche Periode gewürdigt wird,
geht dem Familienteil (16. bis 19. Jh.) voraus und soll das Buch sinnvoll
ergänzen. Für die Ausarbeitung wurden erstmals die Hammersteiner Kirchenbücher
umfassend und vollständig bearbeitet. Außerdem fanden die Bestände des
Landeshauptarchivs Koblenz und der Archivstelle Rommersdorf Berücksichtigung.
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