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Seit dem Hohen Mittelalter gehörte Wassenach zum
Kurfürstentum Trier, genauer zum Oberamt Mayen. Kirchlich war Wassenach ins
Landkapitel Ochtendung (Erzbistum Trier) eingebunden. Die örtliche und regionale
Politik wurde jedoch von verschiedenen weltlichen und geistlichen
Großgrundbesitzern mitbestimmt, so die im Ort ansässigen Herren Kolbe von
Wassenach, die Ritter von Eltz, die Ritter von Breitbach-Bürresheim sowie das
Kloster Maria Laach. Der Wassenacher Zehnt stand der Trierer Karthause St. Alban
zu. Bis ins 17. Jh. gab es am Ort zudem noch einige wenige Untertanen des
Zissener Kreuzaltars. Weiterhin lag Wassenach im Einflussbereich der
Reichsritter Waldbott-Bassenheim zu Olbrück und von Bourscheidt zu Burgbrohl.
Schließlich führen viele Verwandtschaften ins Nachbardorf Glees (Pfarrei Wehr).[...]
Der Wassenacher Grund und Boden war – wie überall
vor 1800 – zum weitaus größeren Teil im Besitz von einigen wenigen Adligen und
Klöstern. Auswärtige besaßen nur wenig Land in Wassenacher Gemarkung, die
meisten davon wohnten in Burgbrohl und Glees. Nach einer Schatzungsliste von
1663 mußten sich die 36 Haushalte zehn Pflüge, 70 Kühe oder Esel und 345 Schafe
oder Ziegen teilen. 1720 gab es 57 Haushalte, die meisten davon rein
landwirtschaftlich, dabei aber auch 13 Handwerker und zwei Gastwirte.[...]
Aus dem Vorwort der Autoren.
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