Ortsfamlienbuch Kell 1550 – 1875



Geograph. Lage:	RLP, PLZ: 56626
Autor:		G. Kulmus, M. Weidenbach
Umfang:		550 Seiten
Format:		DIN A4, Hardcover
Art.-Nr.:		CSB-00010
Reihe dt. OSB: 	Reihe A Band 440
Preis:		€ 35,00

Kell, ein Dorf auf einem Bergrücken nordöstlich des Laacher Sees, 270 Meter über dem Meeresspiegel, heute ein Stadtteil von Andernach und kirchlich von Burgbrohl aus betreut.
Bis zur französischen Eroberung des Rheinlandes 1794 gehörte Kell zum Kurfürstentum Köln, genauer zum Amt Andernach. Was die Pfarrei Kell angeht, war die Gemeinde jedoch ins Landkapitel Ochtendung (Erzbistum Trier) eingebunden. Außerdem wurden die örtlichen und regionalen Verhältnisse von einer Handvoll weltlicher und geistlicher Großgrundbesitzer mitbestimmt. Um 1670 gehörten die rund 220 Einwohner (40 Haushalte) als Untertanen zu einem halben Dutzend Herrschaften.
Auch die geographische Zusammensetzung dieser eher kleinen Gemeinde ist für die Osteifel ziemlich außergewöhnlich: die Einwohner verteilten sich auf etliche umliegende Höfe und Mühlen, die z.T. ins Mittelalter zurückreichen und heute noch bestehen. Ferner umfaßte die Pfarrei das ehemalige Karmeliterkloster Tönisstein, das Gasthaus am Brunnen, eine Krugbäckerei von 1740 und den berühmten Tönissteiner Brunnen, der seit römischen Zeiten genutzt wird.
Unter diesen Aspekten entstand das Keller Familienbuch, das eine Rekonstruktion der vor 1875 in Kell lebenden Bevölkerung beinhaltet. Für die Ausarbeitung wurden erstmals die Keller Kirchenbücher (Taufen, Heiraten, Sterbefälle ab 1662) umfassend und vollständig bearbeitet. Außerdem fanden die Bestände des Landeshauptarchivs Koblenz und des ehemaligen Stadtarchivs Andernach, die Bestände einiger örtlicher Pfarrarchive sowie die zivilen Unterlagen aus dem ehemaligen Standesamt Burgbrohl (heute Brohltal in Niederzissen) Berücksichtigung. Die standesamtlichen Einträge sind wesentlich informativer und zuverlässiger als entsprechende kirchliche Einträge und waren bei der Bearbeitung eine große Hilfe.
Der große Reichtum an Quellen hat eine weitestgehend vollständige Darstellung der Familien ermöglicht. Der Schwerpunkt lag auf den Akten und Urkunden zwischen 1400 und 1800. In der Einleitung werden die verwendeten Quellen beschrieben, im Anhang folgen einige Quellen im Originaltext (u.a. zwei Hexenprozesse und vier Testamente 1686-1735). Eine Zusammenfassung der Hof- und Mühlengeschichten und ein Bericht über den Tönissteiner Brunnen runden das Familienbuch ab. Im Ortsregister findet man die erwähnten Orte aus dem Familienteil. 

zurück oder zum Shop