Ortsfamilienbuch Peterswald – Löffelscheid und Rödelhausen 1655 - 1899



Geograph. Lage:	RLP, PLZ: 56858
Autor:		Horst Theisen u.a.
Umfang:		500 Seiten
Format:		DIN A4, Hardcover
Art.-Nr.:		CSB-00002
Reihe dt. OSB: 	Reihe A Band 434
Preis:		€ 30,00

Revision:		verfügbar: hier

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Peterswald-Löffelscheid ist eine kleine Hunsrück-Gemeinde, etwa acht Kilometer östlich von Zell/Mosel. Kirchlich besteht eine unabhängige Pfarrei erst seit 200 Jahren; vorher ging man nach Blankenrath in die Kirche. 1807 zählte die junge Pfarrei Peterswald 627 Seelen, die ehemalige Mutterpfarrei Blankenrath dagegen nur 1061 Seelen - mit allen Filialorten.
Die territorialen Verhältnisse waren wesentlich komplizierter, wie man schon am Wappen der Gemeinde erkennen kann: Die Kurfürsten von Trier und die Grafen von Sponheim waren die wichtigsten Herrschaften vor Ort. Mitbestimmung hatten aber auch die Herren von Winneburg-Beilstein, die Herren von Metzenhausen, die Herren Mohr v. Wald und sogar das Kölner Domkapitel. Zudem lag Peterswald an einer unscharfen Konfessions-Grenze: Im Nachbarort Kappel gab es eine katholische und eine reformierte Pfarrei, einige Kilometer südlich in Lötzbeuren saßen die Lutheraner. Die nahegelegenen Städte Kastellaun und Kirchberg waren ebenfalls konfessionell gemischt.
Im vorliegenden Familienbuch wurden alle Familien der Gemeinden Peterswald, Löffelscheid und Rödelhausen für die Zeit des 17. bis 19. Jh. rekonstruiert. Dafür wurden vor allem die katholischen Kirchenbücher von Blankenrath (vor 1806) und Peterswald (ab 1799) bearbeitet. Zur Ergänzung wurden die sehr aussagekräftigen und zuverlässigen Zivilstandsregister des früheren Standesamtes Blankenrath (heute Standesamt Zell) herangezogen, die im September 1798 einsetzen.
Auf eine Auswertung staatlicher Quellen mußte bei diesem Familienbuch fast vollständig verzichtet werden. Die Grafen (später Fürsten) von Metternich haben zwar viele Dokumente über diesen Teil des Hunsrücks hinterlassen; aber leider wurden diese Quellen vor 200 Jahren nach Wien bzw. Prag verbracht. Wer mehr über Peterswald erfahren will, sollte den entsprechenden Bestand im Prager Staatsarchiv durchsehen.
Im Anhang zum Familienbuch sind dann doch einige Quellen dargestellt, die den Familienteil bereichern können: Eine Liste der Anniversarien (Jahrgedächtnisse) in Peterswald ab 1762, eine Liste der Kirchenschuldner aus dem 19. Jh. und ein Grundbuch aus der Zeit um 1730. Das Buch wird abgerundet von einer Liste der Peterswalder Amtsträger, der erwähnten Ehefrauen und der vorkommenden Ortschaften.
 

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