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Peterswald-Löffelscheid ist eine kleine Hunsrück-Gemeinde, etwa
acht Kilometer östlich von Zell/Mosel. Kirchlich besteht eine unabhängige
Pfarrei erst seit 200 Jahren; vorher ging man nach Blankenrath in die Kirche.
1807 zählte die junge Pfarrei Peterswald 627 Seelen, die ehemalige Mutterpfarrei
Blankenrath dagegen nur 1061 Seelen - mit allen Filialorten.
Die territorialen Verhältnisse waren wesentlich komplizierter, wie man schon am
Wappen der Gemeinde erkennen kann: Die Kurfürsten von Trier und die Grafen von
Sponheim waren die wichtigsten Herrschaften vor Ort. Mitbestimmung hatten aber
auch die Herren von Winneburg-Beilstein, die Herren von Metzenhausen, die Herren
Mohr v. Wald und sogar das Kölner Domkapitel. Zudem lag Peterswald an einer
unscharfen Konfessions-Grenze: Im Nachbarort Kappel gab es eine katholische und
eine reformierte Pfarrei, einige Kilometer südlich in Lötzbeuren saßen die
Lutheraner. Die nahegelegenen Städte Kastellaun und Kirchberg waren ebenfalls
konfessionell gemischt.
Im vorliegenden Familienbuch wurden alle Familien der Gemeinden Peterswald,
Löffelscheid und Rödelhausen für die Zeit des 17. bis 19. Jh. rekonstruiert.
Dafür wurden vor allem die katholischen Kirchenbücher von Blankenrath (vor 1806)
und Peterswald (ab 1799) bearbeitet. Zur Ergänzung wurden die sehr
aussagekräftigen und zuverlässigen Zivilstandsregister des früheren Standesamtes
Blankenrath (heute Standesamt Zell) herangezogen, die im September 1798
einsetzen.
Auf eine Auswertung staatlicher Quellen mußte bei diesem Familienbuch fast
vollständig verzichtet werden. Die Grafen (später Fürsten) von Metternich haben
zwar viele Dokumente über diesen Teil des Hunsrücks hinterlassen; aber leider
wurden diese Quellen vor 200 Jahren nach Wien bzw. Prag verbracht. Wer mehr über
Peterswald erfahren will, sollte den entsprechenden Bestand im Prager
Staatsarchiv durchsehen.
Im Anhang zum Familienbuch sind dann doch einige Quellen dargestellt, die den
Familienteil bereichern können: Eine Liste der Anniversarien (Jahrgedächtnisse)
in Peterswald ab 1762, eine Liste der Kirchenschuldner aus dem 19. Jh. und ein
Grundbuch aus der Zeit um 1730. Das Buch wird abgerundet von einer Liste der
Peterswalder Amtsträger, der erwähnten Ehefrauen und der vorkommenden
Ortschaften.
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