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"... also habe ich
jetzt auch angefangen alles durchzusehen, was irgendwann einmal meine Erben von
mir noch vorfinden werden. Dabei wurden und werden immer wieder viele
Erinnerungen wach, die mir inzwischen längst entschwunden sind.
...Unter anderem habe ich in meinen alten Schriften einen längst vergessenen
alten Packen Papier gefunden, den ich (wie ich bald feststellte) seit Ende
Oktober 1943 zu beschreiben begonnen hatte. Der Packen bestand aus sehr
schlechtem Papier und war mit Kurzschrift beschrieben. Ich konnte die Einträge
nicht mehr lesen. Wenn ich das nicht mehr lesen kann, wer sollte denn das sonst
noch lesen können oder wollen, sagte ich mir zunächst: also entsorgen! Aber dann
packte mich doch das Interesse: Damals war ich 14 Jahre alt. ... Was (fragte ich
mich) habe ich denn damals erlebt, das mir Wert war, aufgeschrieben zu werden?
Aber dann erinnerte ich mich auch wieder an den Auslöser: Unser damalige
Englisch-Lehrer Fuchs machte uns eines Tages das Angebot, uns auch Kurzschrift
zu lehren. Die meisten Mitschüler nahmen das gerne an. Aber es erfolgten nur
wenige Unterrichtsstunden in Kurzschrift, weil die kriegsbedingten Umstände das
bald nicht mehr zuließen. Aber ich erinnere mich auch, daß der Lehrer Fuchs
zuletzt noch gesagt hat: „wenn ihr trotzdem Kurzschrift lernen wollt, dann rate
ich Euch, schreibt jeden Tag einige Sätze, dann werdet ihr es schließlich auch
können“. Und, da mich Kurzschrift tatsächlich interessierte, machte ich das.
Also: ich schrieb jeden Tag einige Sätze ...“
Aus dem Vorwort des Autors
Wolfgang Raimar.
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